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Ausbildungsberuf

Ein neuer Ausbildungsberuf in Industrie und im Elektromaschinenbauerhandwerk!

Mit dem Inkrafttreten der Verordnung über die Berufsausbildung zum Elektroniker für Maschinen und Antriebs-   technik / zur Elektronikerin für Maschinen und Antriebstechnik vom 03. Juli 2003 wurde ein neuer zukunftsorientierter Ausbildungsberuf auf den Weg gebracht. Dabei ist neu, dass dieser Beruf für die beiden Wirtschaftsbereiche Handwerk und Industrie anerkannt wurde.

Die bisherigen Ausbildungsberufe aus dem Jahr 1987
- Elektromaschinenmonteur/in
   und
- Elektromaschinenbauer/in
wurden aufgehoben. Die Neuordnung der Ausbildungsberufe wurde notwendig wegen der veränderten Anforderungen an die Elektrofachleute.

Anforderungen an Elektrofachleute

Die Anwendung moderner, immer komplexer werdender Technik, Verschärfung der gesetzlichen Umweltbestimmungen und der Wunsch des Kunden nach "Komplettleistungen" bestimmen die Anforderungen an den Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik:

- Sie sind Gesellen/Facharbeiter, die individuelle Lösungen für den Maschinenbau, die Produktions- und
  Automatisierungstechnik erstellen und sicher beherrschen.
- Sie liefern mit Ihrem Know How einen wesentlichen Beitrag zur Energieeinsparung (Einsatz von
  Energiesparmotoren).
- Sie optimieren Arbeitsprozesse im Unternehmen und unterstützen bei Akquise, Planung und Organisation.
- Sie handeln kosten- und qualitätsbewusst und begegnen dadurch dem höheren Wettbewerbsdruck.
- Sie kommunizieren mit Kunden und werden damit zu einer wichtigen Schnittstelle zwischen Menschen und Technik.

Welche Vorteile bringt das neue Berufsbild "Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik" für Ausbildungsberufe?

Anpassung an veränderte Marktsituationen
Mit dem neuen Berufsbild haben die Ausbildungsbetriebe die Chance, sich Nachwuchs heranziehen zu können, mit dem sie auf die zukünftigen, veränderten Marktsituationen schnell reagieren können.

Erschließung neuer Tätigkeitsfelder
Mit demgesteigerten Dienstleistungsgedanken "Service aus einer Hand", der von der Ausbildung und dem Auszubildenden eine ausgeprägte Kundenorientierung und kostenbewusstes Handeln erfordert, sowie den Möglichkeiten der fortschreitenden Integration modernster Antriebstechnik im Zusammenspiel mit der Informationstechnik werden neue, interessante Geschäftsfelder für den Elektromaschinenbaubetrieb eröffnet.

Welche Vorteile bringt das neue Berufsbild für die Jugendlichen?

Beschäftigung
Die neuen Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik sind Fachleute, die Zukunft aktiv gestalten und den Anforderung von morgen kompetent und fachlich flexibel entgegen treten. Damit eröffnen sich vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten in Handwerk, Industrie- und Dienstleistungsbetrieben.

Karriere
Das Bedrufsprofil kann Ausgangspunkt für die Meisterfortbildung im Elektromaschinenbauerhandwerk sein. Außerdem stehen den Gesellen und Facharbeitern die Techniker-Fortbildung oder ggf. ein Ingenieurstudium offen.

Der neue Beruf Elektroniker für Maschien und Antriebstechnik

Die Umstellung auf die Bezeichnung Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik ist die logische Konsequenz
des technischen Wandels im Maschinenbau, der Produktions- und    Automatisierungstechnik und der Antriebs- und Steuerungskonzepte der geänderten rechtlichen Vorgaben durch die Novellierung der Handwerksordnung 1998.

Für Frauen und Männer gleichermaßen interessant:

Dieser Beruf ist für beide Geschlechter hervorragend geeignet, da
- konzeptionelles Arbeiten, Planen und Dokumentieren gegenüber der rein technischen Durchführung von Aufträgen
  an Gewicht zunimmt
- der Umgang mit Kunden (Beratungskompetenz) an Bedeutung gewinnt
- es sich um einen vielseitigen Beruf miz Zukunft und vielfältigen Aufstiegsmöglichkeiten handelt.

Moderne Ausbildungs- und Prüfungskonzepte

Kennzeichnend für eine moderne Ausbildung ist die Motivation durch beruflichen Erfolg. Um das zu erreichen, wird eine zeitgerechte Ausbildung benötigt. Diese beinhaltet:

Lernen und Handeln am Kundenauftrag

Die Ausbildung am Kundenauftrag heißt, alle Schritte von der Kontaktaufnahme über die Kundenberatung, die Aufnahme des Auftrags, dessen Ausführung bis zur Kundeneinweisung und Aufwandserfassung erledigen zu lernen. Lernen am Kundenauftrag führt die Auszubildenden vonder traditionellen Bearbeitung isolierter Teilaufgaben zum Denken in Funktionszusammenhängen und zur Beschäftigung mit betrieblichen Arbeitsabläufen. dieser methodisch-didaktische Ansatz ersetzt das bisherige Vermitteln von isoliertem Faktenwissen.

Erwerb beruflicher Handlungskompetenz

Ziel der Ausbildung ist der Erwerb beruflicher Handlungskompetenz, d. h. Aufträge selbständig und eigenverantwortlich planen, durchführen und kontrollieren zu können. Nur so sind die ausgebildeten Gesellen/Facharbeiter in der Lage, Aufgaben anzunehmen und zum erfolgreichen Abschluss zu bringen. Auch die Auszubildenden sollen - von Beginn an - fortlaufend neue ganzheitliche Aufgaben übertragen bekommen, die sie - ggf. mit Unterstützung ihrer Ausbilder - zu einem erfolgreichen Abschluss bringen. Das hieraus resultierende Erfolgsgefühl fördert die Einsatzbereitschaft und die Innovationsfähigkeit.

Vorbereitung zum lebenslangen Lernen

Teil der Handlungskompetenz ist auch das Beschaffen von Informationen. Die Auszubildenden sollen lernen, diese Informationen und erworbenes Wissen auf neue Sachverhalte anzuwenden. Sie werden so befähigt, sich parallel zum permanenten Wandel der Technik selbst weiterzuentwickeln.

Qualitätsmanagement

Teil der Ausbildung ist ferner das Qualitätsmanagement, d.h. die Kontrolle, Dokumentation und Verbesserung von Arbeitsprozessen. Qualitätsorientiertes Lernen führt zwangsläufig zu einem echten Wettbewerbsvorteil: Die Sicherung von Qualität und Zuverlässigkeit.

Förderung der eigenen Persönlichkeit

Elektroniker für Maschinen und Antriebstechnik von morgen sind echte Teamworker, die mit den Kollegen aus dem eigenen Betrieb und Fachleuten aus anderen Gewerken zusammenarbeiten. Daher spielt der Faktor Mensch eine ebenso große Rolle wie die fachliche Qualifikation.

Praxisnahe Prüfung

Ein neues Ausbildungskonzept bedingt auch ein neues Prüfungskonzept. Bei Prüfungen steht nicht mehr das isolierte Faktenwissen im Mittelpunkt, sondern der ganzheitliche Kundenauftrag und damit die Fähigkeit, das erworbene Wissen auf neue Sachverhalte und Aufgaben praxisgerecht anzuwenden. Die Resultate der Zwischenprüfung - jetzt Teil 1 der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung - werden in das Endergebnis der Gesellen- bzw. Abschlussprüfung mit einbezogen.

Wie sehen die Tätigkeitsbereiche des Elektronikers für Maschinen und Antriebstechnik aus?

Sie übernehmen alle Tätigkeiten, die bei der Montage, der Inbetriebnahme und der Instandhaltung elektrischer Maschinen und Antriebssysteme anfallen. Im Vorfeld analysieren sie Kundenanforderungen und konzipieren Antriebssysteme. Sie richten Fertigungsmaschinen ein, nehmen Maschinen- und Wickeldaten auf, katalogisieren sie und stellen Wicklungen her.

Sie sind zuständig für die Montage und Demontage elektrischer Maschinen, montieren mechanische, pneumatische, hydraulische, elektrische und elektronische Komponenten, nehmen elektrische Maschinen in Betrieb, montieren Antriebssysteme, installieren Leitungen und sonstige Betriebsmittel und sind dabei in der Lage, mit englischsprachigen Unterlagen umzugehen. Auch das Montieren und Verdrahten von Schaltschränken und die Auswahl und der Einsatz von Schnittstellen zur Koppelung an Netze gehört zu Ihren Aufgaben.

Sie erstellen, ändern und überwachen Programme der Steuerungs- und Regelungstechnik, parametrieren Frequenzumrichter und nehmen Antriebssysteme in Betrieb. Ihr Aufgabengebiet umfasst auch die (Fern-) Diagnose von Fehlern und eine systematische Fehlersuche an elektrischen Maschinen sowie komplexen Antriebssystemen und deren Instandhaltung, Wartung und Überwachung im betrieblichen Einsatz. Sie üben ihre Tätigkeiten unter Beachtung der einschlägigen Vorschriften und Sicherheitsbestimmungen selbstständig aus und stimmen ihre Arbeit mit vor- und nachgelagerten Bereichen ab.


 

 

 

Kontakt

Elektromaschinenbauer-Innung
f. d. Handwerkskammerbezirk Dortmund
Lange Reihe 62
44143 Dortmund

Tel. (0231) 51 77 -151
Fax. (0231) 51 77 -197

Ihr Handwerker vor Ort

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